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Bewilligung von Pflanzenschutzmitteln (CH)

Rückstandsverordnung
Verbraucher sollen nicht durch Aufnahme gewöhnlicher sowie einmaliger hoher Mengen des Wirkstoffes geschädigt werden

Rückstandshöchstmengen
- ADI: Acceptable Daily Intake (mg/kg Körpergewicht)
o Gesundheitliche Bewertung der Langzeitwirkung des Wirkstoffs
o Substanzmenge, die man täglich ohne Gesungheitsrisiko aufnehmen kann

- ARfD: Acute Reference Dose
o Substanzmenge, die man an einem Tag aufnehmen kann ohne erkennbares Gesundheitsrisiko
o Wird für Wirkstoffe vergeben, die in ausreichender Menge geeignet sind die Gesundheit bei einmaliger Aufnahme zu schädigen

- Toleranzwert
o Nicht gesundheitlich bedenklich wenn mehr aufgenommen wird
o Entspricht guter landwirtschaftlicher Praxis
o Bsp.: Atrazin 0,1 mg/kg, Metolachlor 0,05 mg/kg
→ bei Herbiziden sind Rückstände sehr niedrig, da der Zeitraum zwischen Anwendung und Ernte sehr lange ist
o Captan: 1-5 mg/kg
→ bei Fungiziden sind Rückstände höher als bei Herbiziden, da sie auch sehr spät eingesetzt werden

- Grenzwert
o Gesundheitlich bedenklich, wenn Wert überschritten wird
o Manozeb (Dithiocarbamat): 3-10 mg/kg → Problem: beim Kochen entsteht ETU

- Warum sind Höchstkonzentrationen teilweise so verschieden
o Werden festgelegt um Marktfähigkeit von Erntegütern zu bestimmen
o Bsp. ctdn.org Glyphosat (1mg/kg bei Mais, 0,1 mg/kg Gemüse)
Mais wird sehr viel für Futterzwecke importiert darunter auch round-up-ready Sorten → hohe Rückstände. Nach WTO dürfen jedoch keine unzulässigen Grenzen festgelegt werden → Rückstandswert von Mais > Gemüse
o Bsp. Weintrauben
Keltertrauben: chlorothalonil ist schlecht wasserlöslich und wird mit dem Pressrückstand entfernt → 3mg/kg Chlorothalonil erlaubt
Tafeltrauben werden frisch gegessen → Chlorothalonil nur 1mg/kg erlaubt

April 14th, 2009
Topic: Crop health management, Crop Science Tags: None

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